











                   Mit der Datenschleuder durch die Galaxis
              oder ein Reisefhrer durch den Festplattenbetrieb




                    ( fr Marvin, die langen Nchte und
                      meine stndig volle Teekanne )














      Eine  ernstgemeinte  (aber nicht immer ernste)  Anleitung  zu  den
      Programmen  fr die Benutzung von  OMTI-Festplattenkontrollern  an
      Atari ST Rechnern und noch einige Tips.

      Auch  wenn es mit dem Nach-/Aufbau oder der  Inbetriebnahme  nicht
      auf Anhieb klappt, immer daran denken [9]:



                               KEINE PANIK !







                    Inhalt                        Seite


      Die Hardware                                2
      Die Software                                2 - 4
      Das Booten                                  4
      Der Bootsektor                              5
      Partitionen                                 6
      Liste defekter Sektoren                     6
      Geschwindigkeitsvergleich                   7
      Das Nachwort                                7
      Die Literatur                               8









      Die Hard- & Software                                             2


                         Wettstreit zweier Adapter


      Nun buhlen zwei Adapter um die Gunst eines Festplattenkontrollers,
      damit  preiswerter Festplattenbetrieb am Atari mglich  wird.  Als
      erstes  gibt  es die Variante am DMA-Port [2] und  dann  noch  den
      PC/ECB-Busadapter  [5].  Beide  Mglichkeiten haben ihre Vor-  und
      Nachteile  einerseits ist die DMA-Variante schneller als  der  PC-
      Adapter,  andererseits wird aber der DMA-Port vollstndig benutzt,
      womit  Laserdrucker  und hnliches 'Gedns' keinen  Zutritt  haben
      (wenn  man  dafr  das  Geld hat,  kann man  fr  eine  'richtige'
      Festplatte auch etwas tiefer in die Tasche greifen).



                           Nicht immer nur OMTI


      Da  das  Thema  'harte Sachen'  angeschnitten  ist  noch  folgende
      Hinweise:
      Auch andere Firmen bauen Kontroller fr Festplatten, wobei Western
      Digital der klassische Hersteller ist.  Im Prinzip kann (!!!!) man
      auch Glck mit den guten Stcken aus jennem Hause haben, wobei das
      Augenmerk  auf  die Befehlskompatibilitt zum  OMTI  [1]  (diesmal
      nicht  IBM) gerichtet werden sollte.  Zwei verschiedene Testmuster
      haben  sich  bei  mir  geweigert defekte  Spuren  auf  der  Platte
      selbstndig  zu verwalten.  Desweiteren wollten sie auch nicht  am
      DMA-Port  mitspielen,  was  vermutlich an dem etwas  zu  schnellen
      Timing des Atari liegt.
      Deshalb:  Ich wei nicht was Ihnen der nette Herr empfiehlt;  mein
      Tip  zielt  auf  den OMTI 5520a.  Dazu wurde halt  manches  mage-
      schneidert.



                        Etwas ber die weiche Ware


      Auf der Disk sind (hoffentlich) folgende Programme und Dateien:

      Name         | Sinn                            | Adapter (Dma/Pc)
      -------------+---------------------------------+-----------------
          park.s   | Parkprogramm (Quelltext)        |     D/P
        hdpart.c   | Partitionierer (Quelltext)      |     D/P
      hdformat.c   | Formatierer (Quelltext)         |     D/P
                   |                                 |
        hdbios.s   | Treiber (Quelltext)             |     D
         cbind.s   | Bindeprogramm fr C-Programme   |     D
       hdbiosc.prg | Treiber fr Laufwerk c: - f:    |     D
       hdbiosf.prg |    "     "     "     f: - i:    |     D
       hdbiosh.prg |    "     "     "     h: - k:    |     D
        hdpart.tos | Partitionierer                  |     D
      hdformat.tos | Formatierer                     |     D
          park.tos | Parkprogramm                    |     D
                   |                                 |
      ifhdbios.s   | Treiber (Quelltext)             |     P
       ifcbind.s   | Bindeprogramm fr C-Programme   |     P
       ifbiosc.prg | Treiber fr Laufwerk c: - f:    |     P
       ifbiosf.prg |    "     "     "     f: - i:    |     P
       ifbiosh.prg |    "     "     "     h: - k:    |     P
      ifhdpart.tos | Partitionierer                  |     P
      ifhdform.tos | Formatierer                     |     P
        ifpark.tos | Parkprogramm                    |     P






      Die Software                                                     3


      Der   Umfang  der  Software  ist  gegenber  der  aus  [2]   etwas
      angewachsen.  Die  Assemblertexte sind,  bis auf das Parkprogramm,
      vom Adapter abhngig und deshalb sind alle Programme quasi doppelt
      vorhanden.  Die Dateinamen der Programme fr den PC/ECB-Busadapter
      glnzen  (sofern  mglich)  durch ein  vorangestelltes  'if'  (wie
      InterFace).  Im  folgenden  verwende ich nur noch  die  'Original-
      dateinamen',  wobei  auch immer die Programme fr das PC-Interface
      gemeint sind.

      brigens: Die Programme sind von mir mit (der etwas ungewhnlichen
      Kombination  von) Lattice C V3.03.04,  as68 und link68  entwickelt
      und bersetzt worden.


                           Alles der Reihe nach


      Jeder  sollte eigentlich den Sinn und Zweck der  ganzen  Programme
      noch  aus  dem Artikel 'Billiglsung' [2] kennen.  Trotzdem  folgt
      jetzt  eine  kleine Beschreibung,  die vor allem  die  Ergnzungen
      beinhaltet.

      hdbios
          Ist  der  eigentliche Festplattentreiber und  wird  aus  einem
          AUTO-Ordner oder vom Desktop aus gestartet.
          bersetzen:  Ist u.a.  ein selbstndiges Programm; der Objekt-
          code wird aber noch fters bentigt.

          Neu: + Gibt nun eine Startmeldung aus
               + Kann  jetzt  Platten  mit bis zu  16  Kpfen  und  1024
                 Zylindern verkraften (Vorher max. 32 Mbyte)
               + Dadurch genderter Aufruf der Lese- & Schreibroutinen
               + Andere  Laufwerksnummern  knnen  durch  umndern   des
                 Labels drv_num im Definitionsteil erreicht werden.
               - Das Label 'dev' im Modulkopf von der Funktion  bpb_calc
                 bekommt den richtigen Wert (20 statt 8) zugewiesen.
                 (Merke: In Programmen die relativ zum Stack adressieren
                 NICHT nachtrglich noch einige Register retten !!!)

      hdformat
          Hiermit  wird die Platte vor dem ersten Gebrauch gebgelt  und
          in Tortenstckchen unterteilt.
          bersetzen:  Es  mu noch der Objektcode von cbind und  hdbios
          fr den entsprechenden Adapter dazu gebunden werden.

          Neu: + Es wird zustzlich nach einer Parkspur gefragt, die von
                 dem  PARKprogramm  angefahren wird.  Manche  Hersteller
                 reservieren  hierfr extra eine Spur.  Ansonsten sollte
                 der  hchste  Zylinder  oder  einer  dahinter   benutzt
                 werden.

      hdpart
          Mit  dem  Partitionierer wird die Platte in  mehrere  logische
          Laufwerke  unterteilt.  Er  hat  die  augenflligste  nderung
          erlitten (Ich geb's ja zu: man mute die Zahleneingaben selbst
          aus- und umrechnen,  damit der Rechenknecht sie schluckt.  Die
          Listings waren aber eh schon sehr lang.).
          bersetzen:  Es  mu noch der Objektcode von cbind und  hdbios
          fr den entsprechenden Adapter dazu gebunden werden.

          Neu: + Es werden Zylindernummern in dezimal ein- & ausgegeben
               + Statt Lnge der Partition wird der Endzylinder erfragt
               + Nun gibt es auch eine Plausibilittsberprfung bei den
                 Eingaben der Zylindernummern





      Die Software und das Booten                                      4



      cbind
          ist  das Bindeglied zwischen den  hardwareunabhngigen  C-Pro-
          grammen und den Unterprogrammen aus hdbios.  Ferner enthlt es
          die hardwarenahen Teile des Formatierers.
          bersetzen: nur der Objektcode wird gebraucht; s.o.

          Neu: + die  Schreib-  & Lesefunktionen  (h_read,h_write)  sind
                 natrlich an den genderten Aufruf von hd_read/hd_write
                 in hdbios angepat.
               + Ein  Timeoutfall beim Formatieren wird  abgefangen  und
                 gibt die Mglichkeit zum Fortsetzen oder Abbrechen. Nur
                 mit  (A)bbrechen wird das Formatierprogramm (NICHT  der
                 Formatiervorgang im Kontroller) beendet.

          Der  Chef-Koch  empfiehlt:  sollte ein Timeout  auftreten  nur
          KEINE PANIK,  bevor man ewig >F< wie Fortsetzung drckt,  kann
          auch ruhig gewartet werden bis der Kontroller endgltig fertig
          ist.  Es  spielt  halt keine Rolle,  ob sich der Rechner  beim
          Abfragen des Kontrollers oder der Tastatur langweilt.


      park
          Hierbei handelt es sich nicht um ein Programm nur fr  Garten-
          bauingenieure.  Es  positioniert eigentlich nur die Kpfe  auf
          einer  geeigneten Parkspur,  damit beim Abschalten der  Platte
          keine  wichtigen Datenbits plattgehauen werden.  Der Wert  des
          Parkzylinders  stammt  aus  dem Bootsektor (s.u.)  wo  er  vom
          Formatierer   hineingeschrieben  wurde  (s.o.).   Dort  sollte
          brigens  schon ein sinnvoller Wert gewhlt werden  und  nicht
          nach   dem  Motto   je-weiter-von-den-Datenzylindern-entfernt-
          desto-besser.  Somit  wird  sich  den Kpfen  dann  auch  kein
          Hindernis  in den Weg stellen,  falls sie zu ihren Ruhepltzen
          eilen.  Einige neuere Laufwerke brauchen solch eine Extrawurst
          allerdings  nicht  mehr;  sie heben die Kpfe ab oder  hecheln
          noch mit letzter Kraft auf eine Sonderspur [0].
          bersetzen: Hierzu gehrt ebenfalls der Objektcode von hdbios

          Neu: + Alles

          (Die Vermutung trifft zu:  Das Programm ist in der Tat am Ende
          eines langen Tages entstanden ! )



                    Mglichkeiten von der Platte zu booten


      Jetzt  kommen keine konkreten Programme,  sondern nur Tips wie man
      ohne  Diskette direkt von der Platte booten knnte.
      Leider  untersttzt die dma_boot-Routine des ROM nicht den  OMTI-
      Kontroller  am DMA-Port (wre auch merkwrdig),  weswegen man  auf
      eigene Lsungen angewiesen ist.

      Die  einfachste Methode ist die Benutzung  einer  selbststartenden
      ROM-Disk (fr die Benutzer des PC-Adapters eigentlich naheliegend)
      oder durch Verndern der dma_boot-Routine.
      Von  einer (EP)ROM-Disk knnte man den gesamten Treiber aus  einem
      AUTO-Ordner starten lassen [3,4,5].
      Mit  einem genderten dma_boot sollte dagegen nur  der  Bootsektor
      gelesen werden,  wie es ohnehin vorgesehen ist. Danach kann an ein
      kleines Programm im Bootsektor (Adresse $01e - $1b7) die Kontrolle
      bergeben  werden,  das  den Treiber aus den ersten  Datensektoren
      liest  [6].  Hierbei  kann dann der Joker ausgespielt werden:  Das
      Treiberprogramm ist unzuflligerweise frei verschiebbar.




      Der Bootsektor                                                   5


                        Das Geheimnis des Bootsektors


      Die  Informationen  zu  dem Bootsektor auf  der  Festplatte  waren
      bislang etwas sprlich. Nun soll der Vorhang gelftet werden.

      Der erste logische Sektor (Zylinder 0,  Kopf 0,  Sektor 0) auf der
      Festplatte  enthlt  den Bootsektor,  den das Treiberprogramm  fr
      sich auswertet. Dort stehen, wie in dem Bootsektor einer Diskette,
      wichtige Informationen ber den physikalischen Aufbau der  Platte.
      Im  groen und ganzen sind die beiden Bootsektoren gleich,  jedoch
      sind  in  dem  von  der  Festplatte  noch  Partitionsinformationen
      enthalten.
      Aber  auch  die Partitionen (0-3) erhalten,  falls  sie  berhaupt
      angelegt  wurden,  einen  Bootsektor mit den  entsprechenden  Ein-
      tragungen.  Fngt eine Partition auf Zylinder 0 an, erhlt sie den
      Bootsektor   der  die  Informationen  ber  die  Platte  und   die
      Partitionen beinhaltet (s.o.).

      Doch nun direkt in's Volle: (Adressangaben in hex !)

       von | bis | Krzel |      Bedeutung                    | Anmerk.
      -----+-----+--------+-----------------------------------+--------
         0 |   1 | branch | Sprung zum Bootprg.               | +
         2 |   7 | filler | fr evtl. Kennung                 |
         8 |   a | serial | Seriennr.                         |
         b |   c | bps    | #Bytes/Sektore (l,h)              | +
         d |   d | spc    | #Sektoren/Cluster                 | +
         e |   f | res    | #reservierte Sektoren (l,h)       | +
        10 |  10 | nfats  | #FATs                             | +
        11 |  12 | ndirs  | #Directoryeintrge (l,h)          | +
        13 |  14 | nsects | #Sektoren des Mediums (l,h)       | +
        15 |  15 | media  | Media-descriptor (MS/IBM Pfusch !)| +
        16 |  17 | spf    | #Sektoren/FAT (l,h)               | +
        18 |  19 | spt    | #Sektoren/Spur (l,h)              | +
        1a |  1b | nsides | #Seiten auf Medium (l,h) !!       | +
        1c |  1d | nhid   | #versteckter Sektoren (l,h)       |
        1e | 1b7 | code   | Platz fr Bootprg.                | ?
       1b8 | 1b9 | parkcyl| #Parkzylinder                     | * &
       1ba | 1c1 | hdparam| Plattenparameter fr Kontroller   | * &
       1c2 | 1c5 | hd_siz | #Gesamtzahl der Sektoren          | *
       1c6 | 1f5 | p*_info| Partitionsinfo                    | * ?
       1f6 | 1f9 | bsl_st | Startsektor der BadSectorList     | * ?
       1fa | 1fd | bsl_cnt| Anzahl der defekten Sektoren      | * ?
       1fe | 1ff | chk_sum| Prfsumme                         |


      Ein '(l,h)' bedeutet einen Eintrag mit vertauschten Low- und High-
      Byte,  wie es die von MS/IBM benutzten intel(ligenten) Prozessoren
      halt machen. Das ist das Tribut der (ziemlich) gleichen Disketten-
      formate.

      *) Zustzliche Informationen im Bootsektor der Partition 0 (erster
         logischer Sektor auf der ganzen Platte).  So ist's auch auf der
         Atari-Platte gemacht.

      &) Diese  Eintragungen sind auf meinem Mist gewachsen,  und drfen
         nicht  verndert  werden!  Ansonsten knnen Treiber  und  Park-
         programm Mist bauen!

      ?) Nhere Erluterungen sind noch woanders zu finden.

      +) Hier   wird  definitif  etwas  hineingeschrieben.   Die   nicht
         benutzten Eintrge werden mit Nullen initialisiert.





      Partitionen, Liste defekter Sektoren                             6


                       Das Wesen der Partitionseintrge


      Durch die Partitionen lt sich eine Festplatte in mehrere  kleine
      logische  Laufwerke unterteilen.  Dies ist ntig falls die  Platte
      mehr  Sektoren bereitstellt,  als mit einer 16-Bit Zahl  berhaupt
      adressiert  werden  knnen,  da die BIOS-Funktion rwabs() nur  mit
      einem 16-Bit-Argument fr die logische Sektornummer arbeitet.
      Somit  knnte eine Partition bis zu 32 MByte gro sein,  wobei  zu
      beachten  ist,  da  das TOS (Ausnahme:  Blitter-TOS) wegen  einem
      Fehler im DOS nur 16 MByte verwalten kann [7].
      Falls  man andere Betriebssysteme (mit  einem  selbstgeschriebenen
      Treiberprogramm)  benutzen  mchte,  kann man sich hierfr  eigene
      Partitionen  auf  derselben Platte anlegen,  die von  dem  Treiber
      'hdbios' nicht erkannt werden.


      Nachfolgend der Aufbau des Eintrags p*_info aus dem Bootsektor:

       von  | bis  | Krzel |      Bedeutung
      ------+------+--------+-----------------------------------------
       $1c6 | $1d1 | p0_info| Eintrag fr Partition 0
       $1d2 | $1dd | p1_info|    "     "      "     1
       $1de | $1e9 | p2_info|    "     "      "     2
       $1ea | $1f5 | p3_info|    "     "      "     3


      Struktur eines Partitionseintrags:

       Offset | Krzel |      Bedeutung
      --------+--------+----------------------------------------------
         + 0  | p*_flg | Partitions-Flag
         + 1  | p*_id  | Partitions-Identifikation
         + 4  | p*_st  | #erster physkalischer Sektor der Partition
         + 8  | p*_siz | #logische Sektoren der Partition

      Anmerkung:
      Das  Partitionsflag hat folgende Bedeutung:  $0 -> Partition nicht
      vorhanden;  <>  $0  ->  Partition vorhanden mit $80  ->  Partition
      bootfhig (das soll nicht heien,  da das ROM mit dem OMTI booten
      kann!!).
      Die Partitionsidentifikation enthlt drei (ASCII-) Bytes,  die das
      Treiberprogramm  auswertet um eventuell zwischen  Partitionen  von
      verschiedenen Betriebssystemen unterscheiden zu knnen.




                     Die Liste mit den defekten Sektoren


      Gibt es nicht !

      Die Eintrge bsl_st und bsl_cnt im Bootsektor sind eigetlich dafr
      vorgesehen um die (unvermeidlichen ?) fehlerhaften Spuren auf  der
      Platte zu verwalten.  bsl_st (BadSectorList STart) gibt den Sektor
      an,  wo  die  Tabelle der defekten Sektoren zu finden  ist.  Diese
      Tabelle  enthlt  soviel Eintrge,  wie in bsl_cnt  (BadSectorList
      CouNT) vermerkt sind.
      Da der OMTI-Kontroller defekte Spuren selbst verwalten kann (immer
      helle, immer schnelle; gelle !), habe ich keine gesonderte Behand-
      lung im Treiberprogramm vorgesehen.







      Geschwindigkeitsvergleich und das Nachwort                       7


                  Von DMA, Busadapter und Geschwindigkeit


      Nun  werde  ich  noch kurz die Performance (ein  Hoch  auf's  Neu-
      deutsch) von DMA-Port und PC-Adaptern abhandeln.
      Es drfte jedem klar sein,  da der Busadapter bei einem Geschwin-
      digkeitsvergleich  mit dem DMA-Port etwas im Schatten  steht.  Bei
      der  bertragung von groen Datenmengen (Kopieren) macht sich  ein
      langsamer Zugriff auf den Kontroller natrlich negativ  bemerkbar,
      wobei  Positioniervorgnge natrlich bei beiden  Varianten  gleich
      schnell  sind.
      Leider  sind  fast  alle  Programme  bei  den  Zugriffen  auf  die
      Massenspeicher  uerst  ineffektiv.  Sie lesen und schreiben  nur
      kleine  Blcke (z.T.  nur Byteweise !) statt den ppigen  Speicher
      auszunutzen.   Auch   werden  teilweise  etliche   Zwischendateien
      gleichzeitig geffnet (as68 hat beispielsweise neben der Ein-  und
      Ausgabedatei  noch  mindestens sechs  weitere  Zwischendateien  im
      Zugriff  !!),  wobei durch die gemixten Zugriffe viel positioniert
      werden  mu.  Hier  kann die PC-Adaptervariante dann auch  einiges
      wieder wettmachen.
      Eine  Leistungssteigerung  von 30% bis 35% erhlt sie  aber  durch
      einen  anderen  'Trick':  wenn   man sicher ist,  da die CPU  dem
      Kontroller  bei  der bertragung einzelner  Sektoren  nicht  davon
      luft,  kann  man  auf eine Abfrage des Statusports im  Kontroller
      verzichten.  Dies ist der Grund fr einige auskommentierte Befehle
      in  den Funktionen hd_read() und hd_write() in dem  Quelltext  von
      ifhdbios.  Wer  lieber auf Nummer sicher gehen mchte,  sollte die
      Befehle  wieder  hineinnehmen und sich mit  langsameren  Zugriffen
      herumschlagen.  Datenaussetzer  konnte ich deswegen jedoch whrend
      der mehrtgigen Testphase nicht verbuchen.


                                 Nachwort


      Auch wenn diese Anleitung nicht alles oder manches garnicht zu dem
      groen  Thema ber Festplatten behandelt hat,  hoffe ich da  doch
      etwas brauchbares dabei war.  Zu den unterschlagenen Informationen
      nur soviel: ich wute nicht da etwas fehlt und jemand genau daran
      interessiert  ist.  So  wird  es  aber  jedem  ergehen,  der  eine
      Dokumentation  macht.   Fr  ihn  wrde  der  Satz  'Alles  klar!'
      ausreichen !
      Eine  Einfhrung ber die Programmierung von DMA-Chip und  PC/ECB-
      Busadapter  habe  ich  aber  absichtlich  nicht  mit  aufgenommen.
      Notfalls  kann  man  sich ja einige interessante  Sachen  aus  den
      Listings herauspicken.

      Allen  stolzen  Besitzern  einer  (hoffentlich   funktionierenden)
      'Datenschleuder'  kann ich noch die Lektre von  [8,7]  empfehlen,
      damit der Rechner nicht durch zuviele Ordner ins Schleudern gert.
      Funktioniert  dennoch etwas nicht,  sollte man nicht vergessen da
      eine  Kiste  mit  flitzenden Elektronen  nun  wirklich  nicht  das
      wichtigste in der Welt ist.


      Achim Freimann                       Hannover, den 23. Jnner 1988




      P.S.: Fr  unvorherbare  Ereignisse  und Schden,  die  durch  den
            unsachgemen  Gebrauch von diesem Text oder  der  Programm-
            kommentare ausgeht bernehme ich keine Haftung.






      Die Literatur                                                    8


                            Etwas zum Schmkern


      0.) Das (nicht) mitgelieferte Handbuch zur Festplatte
      1.) Scientific Micro Systems, Inc: IBM PC/XT Controller Series
          Reference Manual
      2.) Achim Freimann/Hans Werschner: Billiglsung (c't 2/88 S.126)
      3.) Manfred Friese: Solid-State-Floppy mit Vollautomatik
          (c't 12/86 S.124)
      4.) Klaus Koerth: EPROM-Bank fr den Atarti 520 ST
          (c't 1/86 S.58)
      5.) Eberhard Meyer: Hochzeit zu dritt (c't 7/87 S.138)
      6.) Jens Abraham: Blitzstart (c't 8/87 S.138)
      7.) Alfons Kramer: GEMDOS - viel besser als sein Ruf
          (c't 1/88 S.90)
      8.) Martin Schulz: Abenteuerreise durchs TOS (c't 9/87 S.122)

      9.) Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis (Trilogie in
          vier Bnden, erschienen bei Zweitausendeins)

      Ergnzung und Nachtrag                                     19.4.88


      Die  neue Version von Festplattentreiber und  Hilfsprogrammen  fr
      das  Universalinterface bietet nun die Untersttzung des  Romport-
      expanders  (RPEX).  Aber auch der alleinige Betrieb des Interfaces
      ist  noch mglich,  da es nicht auf die Umschaltsequenzen fr  den
      Expander  reagiert.  Bei dem Betrieb mit dem Expander MU sich das
      Interface  im  ersten Steckplatz auf der ersten  Platine  befinden
      (ist also der Slot mit der Nummer Null !).
      Bei  Zugriffen auf die Festplatte wird als erstes die  Nummer  des
      momentan  aktiven Steckplatzes ermittelt und danach das  Interface
      ausgewhlt.  Zum  Abschlu  wird dann wieder der  alte  Steckplatz
      selektiert.  Mit  dieser Methode kann neben einer 'dummen'  Steck-
      karte  (z.B.  Kopierschutzmodul) das Universalinterface mit  Fest-
      platte  betrieben  werden.  Solange  immer nur  ein  Programm  den
      Romport  adressiert,  kann es zu keinen Konflikten kommen (das TOS
      ist  ja  (leider) nicht Multitasking fhig).  Sollten  Sie  jedoch
      beispielsweise  mittels  einer  (System-)Interruptroutine  stndig
      eine (serielle,  parallele,  o..  ) Schnittstelle abfragen,  sind
      natrlich Synchronisationsmechanismen vorzusehen.

      Aber  auch  die DMA-Variante hat eine kleine  Revision  ber  sich
      ergehen  lassen  mssen.  Der  Treiber HDBIOS kann  nun  auch  die
      seltenen  bertragungen auf ungerade Adressen  durchfhren.  Somit
      knnen  die Fans von WORDPLUS auch das (brigens recht  schlappe)
      Korrekturprogramm benutzen.


      Die  (Telefon-)  Erfahrung hat mittlerweile  gezeigt,  da  einige
      Anwender  Probleme mit dem Formatierer haben.  Die Frage "Sektoren
      pro  Spur" scheint dabei eine grere Hrde zu sein.  Deshalb hier
      noch  ein Tip:  MFM-Kontroller (z.B.:  OMTI 5520a) benutzen in der
      Regel  17  Sektoren pro Spur,  RLL-Kontroller (z.B.:  OMTI  5527a)
      hingegen 26 !
      Die  anderen Fragen lassen sich nicht pauschal  beantworten,  aber
      eigentlich sollte bei jeder Festplatte zumindest ein Testprotokoll
      dabei  sein,  das auch die 'technischen Daten' der Platte  verrt.
      Ist dies nicht der Fall mu man wohl 'den Dealer kontaktieren'  um
      an die notwendigen Informationen heranzukommen. Ist der dazu nicht
      in  der Lage handelt es sich bei ihm wohl mehr um einen Dealer  im
      negativen deutschen Sinne als um einen serisen Hndler.

      Auch  wenn das gesamte Projekt Festplatte  ziemlich  nachbausicher
      ist,  haben Sie ruhig etwas Geduld bei (den vermutlich selbst ver-
      ursachten)  Fehlern  und  greifen Sie  deshalb  nicht  sofort  zum
      Telefonhrer.  Testen  Sie lieber noch einmal die Platine,  Kabel,
      Steckbrcken, Spannungsversorgung usw.

      Die  Kombination von sehr utopischen Gerten (ESDI-Kontroller  von
      ABC  mit  350  MByte  Platte  von  XYZ)  sollten  Sie  besser  nur
      ausprobieren,  wenn  Sie sich mit der Materie auskennen und eigene
      nderungen  vornehmen knnen (oder eine Rckgabegarantie auch  fr
      evtl.  defekte Gerte haben). Wenn Sie nicht so virtuos mit Hard-,
      Software  und  (unvollstndigen)  englischen  Handbchern  umgehen
      knnen, sollten Sie doch besser zu bewhrten Kombinationen greifen
      (OMTI 5520a mit Segate ST225, ist gut und preiswert!).



      Achim Freimann



    Originalfassung von Robert Schaffner.

 Vernderte Texte die sich im Umlauf befinden entsprechen teilweise
 nicht mehr meiner Orginalfassung und sollten besser gelscht werden.

 Insbesondere z.B: REPS.LZH
                 : REPA.LZH
                 : REPA_ST.LZH

 Robert Schaffner @ OF2 (MausNet)
